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Alle Judo Würfe kurz erklärt

2 Männer trainieren Judo Wurf
Written by redaktion

Beim Judo gibt es unterschiedliche Würfe, mit denen Kämpfer ihren Gegner zu Boden bringen können. Zum besseren Verständnis erfolgt zwischen den verschiedenen Wurftechniken eine Differenzierung. Im Folgenden werden sechs verschiedene Gruppen nach Gokyo unterteilt, um eine systematische Erklärung der einzelnen Würfe vorzunehmen. Die einzelnen Gruppen sind dabei:

  • Gokyo
  • Yonkyo
  • Sankyo
  • Dai Nikyo
  • Dai Ikkyo
  • Rokukyo

Die Rokukyo Wurftechniken

Eine beliebte Technik ist der Obi-Otohsi. Der Judoka steht dabei hinter seinem Gegner und verlagert sein Gewicht in die Knie, um den eigenen Körperschwerpunkt unter dem seines Gegners zu haben. Durch eine Streckung der Beine und dem Vorschieben der Hüfte drückt der angreifende Judoka seinen Gegner nach unten.

Beim Yama-Arashi erfolgt der Wurf mit Hilfe von einer Eindrehbewegung. Mit seinem rechten Fuß und einem Ziehen durch den linken Arm fixiert der Angreifer seinen Gegner. Anschließend hebt er den Fuß und dreht seinen Körper, sodass der Gegner auf den Boden fliegt.

Eine weitere Wurftechnik dieser Gruppe ist der O-Soto-Otoshi. Der Angreifer packt sich den Kragen und Ärmel des anderen Judoka. Mit einem seitlichen Ausfallschritt sorgt der Angreifer für eine Verlagerung des Gewichts. Das rechte Bein blockiert anschließend den Rückwärtsgang des Gegners. Durch leichten Druck erfolgt der Abwurf über das blockierte Bein.

Mit dem Tawara Gaeshi hat der Judoka eine Wurftechnik, wenn er sich in gebückter Haltung befindet. Er umgreift den Oberkörper seines Gegners und lässt sich zu Boden gleiten. Mit der Hüfte stört der Judoka das Gleichgewicht des Gegners und bringt ihn somit zu Boden.

Die Gokyo Wurftechniken

Beim O-Soto-Guruma bringt der Angreifer sein Bein von außen hinter die Beine des Gegners. Anschließend wirft der angreifende Judoka den Gegner nach hinten.

Beim Uki-Waza lässt sich der Angreifer auf die eigene Körperseite fallen. Da er vorher ein Bein an seinen Gegner vorbei geschoben hat, fällt dieser zu Boden.

Der Yoko-Wakare eignet sich für den Angreifer für einen frontalen Angriff. Dabei lässt sich der Judoka fallen und reißt den Gegner über sich.

Eine weitere Rückwurf-Technik ist der Uta-Nage. Dabei stehen die beiden Kämpfer nebeneinander. Der Angreifer presst seine Brust an eine Seite des Gegners. Dann lässt der Angreifer sich fallen und stößt den Gegner über sich hinüber.

Die Yonkyo Wurftechniken

Eine Yonkyo Wurftechnik ist der Sumi-Gaeshi Eckenwurf. Dabei lässt sich der Angreifer fallen und sorgt dafür, dass der Gegner aus dem Gleichgewicht gerät. Mit Hilfe des Fußes drückt der Judoka seinen Gegner weg und wirft ihn über sich zu Boden.

Der Utsuri-Goshi ist eine Wurftechnik, bei der der Angreifer unter Bauch- und Beineinsatz seinen Gegner hoch drückt und anschließend durch ein Vorschieben der Hüfte diesen zu Boden wirft.

Beim Soto-Maki-Komi dreht sich der angreifende Judoka ein. Anschließend rollt er sich in der Wurfrichtung zu Boden und wirft den Gegner über sich.

Der Uki-Otoshi ist ein Wurf, bei dem der Angreifer Zug durch seine Hand ausübt. Mit Hilfe des Zugs und dem Druck durch die andere Hand wird der Gegner über die Zehenkante gezogen und zu Boden geworfen.

Die Sankyo Wurftechniken

Eine beliebte Wurftechnik ist der Ko-Soto-Gake, bei welcher der Angreifer sein Bein einhakt. Anschließend schiebt er unter Arm- und Hüfteinsatz den Gegner nach hinten und zieht das eigene eingehakte Bein nach oben. Dadurch fällt der Gegner rückwärts.

Der Yoko-Otoshi ist ein Seitfallzug, bei welchem der Angreifer sich auf die eigene Körperseite fallen lässt. Dabei sorgt er dafür, dass der Gegner seitwärts zu Boden stürzt.

Das Beinrad, der Ashi-Guruma, ist eine Wurftechnik, bei der der Angreifer ein gestrecktes Bein in der Luft vor dem Angreifer hält. In einem Dreiviertelkreisbogen wirft der Angreifer den Gegner dann über das Bein zu Boden.

Der Tomoe-Nage ist ein Kopfwurf, bei welchem der Angreifer seine eigene Fußsohle gegen den unteren Körper des Gegners einsetzt. Dann lässt er sich auf den Rücken fallen und schiebt mit Hilfe seines Fußes den anderen Judoka über sich.

Die Dai Nikyo Wurftechniken

Innerhalb der Dai Nikyo Gruppe ist der Ko-Soto-Gari eine beliebte Wurftechnik. Der Angreifer fegt mit seinem Fuß und Bein das nicht voll belastete Bein des Gegners von außen weg. Dabei wirft er den Gegner nach hinten auf den Boden.

Der Ko-Uchi-Gari ist ein Judo-Wurf, bei dem der angreifende Judoka mit seinem Fuß von innen das Bein des Gegners wegfegt. Anschließend wirft er auch hier den Gegner nach hinten auf den Boden.

Beim Tsui-Komi-Goshi dreht sich der Angreifer mit einer Kniebeuge ein. Mit dem Arm sorgt er dafür, dass sich der Gegner noch oben befindet. Dann hebt der Angreifer den Gegner hoch und kippt ihn nach vorne.

Der Harai-Goshi ist ein Hüftheger, bei dem der Angreifer mit Hilfe der Rückseite des eigenen Beines die Vorderseite des Gegnerbeins wegfegt. Dabei wirft er den Gegner vorwärts auf den Boden.

Die Dai Ikkyo Wurftechniken

In der Dai Ikkyo Gruppe gibt es den De-Ashi-Barai Wurf. Der Angreifer fegt dabei ein vorgestelltes Bein des Gegners nach außen und wirft den Gegner zur Seite.

Beim Hiza-Guruma blockiert der Angreifer mit der Fußsohle das Knie des Gegners. Dann wirft der Angreifer den anderen Judoka in einem Dreiviertelbogen über seinen Fuß.

Der Uki-Goshi ist ein Hüft-Schwung, bei dem der Angreifer sich eindreht und infolgedessen seine rechte Schulter unter die linke Achsel des Gegners schiebt. Dann drückt der Angreifer den Gegner mit der Hüfte nach oben und schwingt ihn um die Hüfte herum.

Der O-Goshi ist der große Hüftwurf. Der Angreifer dreht sich ein und sperrt mit seinem Gesäß ein Bein des Gegners. Damit kann er dann den gegnerischen Judoka ausheben und anschließend zu Boden werfen.

Mit einem O-Uchi-Gari wirft ein Judoka seinen Gegner zu Boden, indem er mit der Rückseite eines Beins von innen das gegnerische Bein wegsichelt. Bei der Sichelbewegung wirft der Angreifer den Gegner rückwärts zu Boden.

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