Spiellandschaft
Es gibt immer wieder einmal Gelegenheiten, da kann man eine Spielelandschaft gut gebrauchen: Mein Aufbauteam wird jedes Jahr für die Kinderweihnachtsfeier rekrutiert und wuchtet Weichbodenmatten durch die Halle. Was dabei herauskommt, könnt Ihr auf den Bildern sehen. Die Kinder dürfen frei darauf spielen, während nebenher unser Vereinsturnier absolviert wird. Es hat sich bewährt, auch für Ruhezonen zu sorgen: Wir haben einen Maltisch mit Mandalas und einen Basteltisch, an dem kleinere Sachen gebastelt werden können (meine Tochter ist da Spitze im Anleiten: Aber Judomamas können das bestimmt auch!). Und noch ein "Gratistipp": Mit einer Leinwand, Laptop und Beamer - sicher aufgestellt im ohenhin freigeräumten Geräteraum - finden die Bilder des vergangenen Jahres immer wieder großen Anklang!
Ganz wichtig: Bei allem was Ihr nachbaut oder neu baut - Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit!!!!!! Und immer wieder überprüfen!
Wenn Ihr auf die Bilder klickt, dann erhaltet Ihr eine Vergrößerung: Wer noch Fragen hat - gerne eine Mail an mich ...
Ringe
Einmal natürlich die klassische Variante: Nur Weichbodenmatten unter die Ringe und gut. Dann hatten wir eine "Absprungbasis" mit einem Kasten gebaut. Wenn man möchte, kann man auf die andere Seite der
Weichbodenmatte auch noch einen "Landekasten" stellen und - schwupps - hat man einen bestimmt mit Krokodilen oder sonstigem Ungetümen gefüllten Wassergraben, in den man besser nicht hineinfallen sollte ...
Dann hatte ich noch eine Idee, die mir meine "Aufbaupapis" wunderbar umgesetzt haben: Eine Bank wurde an einem Ende mit Spanngurten fest mit den Ringen vertäut und
hochgezogen. Diese wackelige Balancierbank war ein Highlight!
Stufenbarren
Den Stufenbarren setze ich sehr vielfältig ein.
- Die "Seilbrücke" kann gut schon von kleineren Kindern bewältigt werden: Sprungseile werden in Schlaufen an die Holme gebunden - so entsteht ein wackeliger Pfad.
- Vor einiger Zeit habe ich mir mal eine richtig dickes 15m lange Gummiseil geholt (gibt es als Meterware): Die spanne ich kreuz und quer zwischen zwei parallel aufgestellte Stufenbarren: Wer schafft es, ohne Berührung versteht sich, das "klebrige Spinnennetz" zu durchqueren?
- Stellt man die Holme in unterschiedliche Höhen, so kann man eine Weichbodenmatte an den unteren Holm anlehnen und mit dem oberen Holm festklemmen (zur Sicherheit habe ich lieber noch mit Spanngurten durch die Schlaufen gearbeitet): So hat man eine Rutschfläche. Oben hatte ich noch weitere Spanngurte als Kletterhilfe befestigt: So konnte der "Mount Everest" von allen gut bestiegen werden.
Kästen, Bänke, Weichbodenmatten
Hat man genügend dieser Materialien da, schreit es nach einer Burg! Vorzugsweise in einer Turnhallenecke 2 Kästen längs aneinander stellen, 2 Kästen in Turnbanklänge gegenüber: Turnbänke in nicht zu großem Abstand voneinander zwischen die Kästen hängen. Dann Weichbodenmatten auf die Bänke wuchten. Unten herum auch Weichbodenmatten legen: Die Kinder lieben es, von oben den freien Fall zu üben! Der Aufbau in einer Ecke hat den Vorteil, dass man nur zwei Seiten absichern muss. Eine Seite belege ich gerne mit irgendeinem Aufbau, um hochklettern zu können.
Wir haben übrigens das Glück, in unserer Halle ein großes Trampolin stehen zu haben: Das nehme ich auch gerne als Unterbau (nein, darauf hüpfen lassen wäre mir denn doch zu heikel ...).
Man kann auch noch Bänke mit einem Ende auf die längsgestellten Kästen legen, anderes Ende bleibt auf dem Boden: Wieder Weichbodenmatten drauf und man hat eine Kullerstrecke.
Noch mehr Klettereien
- Oberteil eines Kastens nehmen, Medizinbälle untendrunter: Fertig ist der Wackelsteg.
- Kleine Turnkästen kreuz und quer in Abständen aufstellen: "Verwende die Rücken der Riesenschildkröten, um ans andere Ufer zu gelangen."
- Das probiere ich dieses Jahr aus: Mit kleinen Kästen (oder auch Langkästenteilen) als Begrenzer eine Gasse bauen und mit Pezzibällen füllen - Arbeitstitel: Wolkenfeld
- Habe ich noch nicht versucht: Reutterbrett - Langbank umgedreht darauf legen - Balancierwippe
- und noch einer aus der Kategorie "Teamkoordination fördern": Weichbodenmatte an eine Linie legen. Eine Gruppe Kinder läuft los und wirft sich bäuchlings auf die Matte. Dadurch schliddert die Matte ein Stückchen: Wer schafft es, die Matte in möglichst wenig Anläufen über eine Ziellinie zu bringen? (Eltern dürfen ruhig auch mal schliddern ...)
P.S.
Ich weiß nicht, wer abends fertiger ist: Die Kiddies vom rumtoben oder ich vom durchtesten des Weihnachtsbüffets unserer Judomamas ;-) ...